Sterben für die BRD?

Aktuell wird in der breiteren Öffentlichkeit und auch innerhalb der Rechten die Debatte um die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland kontrovers geführt. Aufgrund der besonderen Situation der Rechten als fundamentale Opposition in einem System, das sich in der Vergangenheit besonders durch die Zersetzung jeder Wehrfähigkeit im deutschen Volk hervorgetan hat, muss die Bewertung über die Wiedereinführung differenziert ausfallen und verschiedene Faktoren berücksichtigen. Zu Beginn sollte auch angemerkt werden, dass der Autor selber ungedient ist.

Wehrpflicht

Aus nationaler Sicht ist die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht grundsätzlich zu begrüßen. Nicht nur garantiert die Wehrpflicht einen starken Stützpfeiler im Rahmen einer nationalen und europäischen Strategie der Landesverteidigung, sie hat in der Vergangenheit auch als „Schule der Nation“ gedient, in der die Staatsbürger neben dem Erwerb von militärischen Fertigkeiten auch charakterlich wachsen konnten. Dieser „pädagogische“ Aspekt gilt zumindest für den Dienst auf Zeit als Mannschaftsdienstgrad. Allerdings lässt die genaue Umsetzung der geplanten Wiedereinführung über ein Freiwilligenkontingent und gegebenenfalls auch mittels Losverfahren stark zu wünschen übrig. Der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung von militärischer Landesverteidigung sollte konsequent Geltung eingeräumt werden, indem grundsätzlich jeder männliche Staatsbürger zum Dienst an der Waffe eingezogen wird.

Die oben angeführten Punkte sollten innerhalb der Rechten an sich wenig kontrovers sein. Allerdings fällt die Wiedereinführung der Wehrpflicht in einen besonderen, außenpolitischen Kontext. Seit Jahrzehnten haben die Regierungsparteien der BRD politische Maßnahmen unterlassen, um den Gedanken der Wehrhaftigkeit in der Bevölkerung fest zu verankern und ebenso eine angemessene Rüstungspolitik nicht durchgeführt. Stadtessen wurde spätestens seit dem Ende des kalten Krieges intensiv darauf hingearbeitet, das deutsche Volk durch Einwanderermassen aus der dritten Welt zu ersetzen. Aus diesem Grund hat die gegenwärtige Regierung und ihre tieferen Wurzeln im weiteren Staatsapparat der BRD keinerlei staatspolitische Loyalität verdient.

Die Lage in Osteuropa

Der aktuelle Anlass zur Wiedereinführung der Wehrpflicht liegt in dem seit 2022 tobenden Krieg zwischen der Ukraine und Russland. Zuletzt ließen die Entwicklungen dort den Schluss zu, dass sich die Feindseligkeiten auch auf den Rest Europas ausbreiten könnten. Die Ursachen für die russische Aggression liegen zum einen in den geostrategischen Bestrebungen der NATO in der Vergangenheit, die sich seit dem Ende des kalten Krieges weiter latent gegen die russische Föderation fortsetzten. Dieser Kurs wurde durchgehend von den Systemparteien der BRD mitgetragen. Mehr noch aber lässt die wahrgenommene Schwäche der westlichen Länder bei der russischen Führung die Aussichten auf den Erfolg eines militärischen Abenteuers auch gegen die NATO nicht ganz unmöglich erscheinen. Für diese Situation der Schwäche ist aber ganz allein der politische Kurs der Bundesrepublik der letzten Jahrzehnte verantwortlich, der eine adäquate Rüstung zur Abschreckung unterlassen hat. Das gilt auch indirekt für die Lage in Europa, da Deutschland hier das wichtigste Kernland stellt.

Diese BRD fordert jetzt aber, dass Volk gewissermaßen auf den letzten Drücker wieder wehrfähig zu machen und dass seine jungen Männer in letzter Konsequenz bereit sein sollen, ihr Leben zu riskieren. Und das trotz der volksfeindlichen Politik des Systems. Gerade die wehrtechnischen Entwicklungen, die der Ukrainekonflikt zu Tage gefördert hat, zeugen aber von einer enormen Veränderung der Einsatzlage im Vergleich noch etwa zu den NATO-Missionen im nahen Osten zu Beginn des Jahrhunderts. Der massive Einsatz von unbemannten Drohnen scheint die Bedeutung der technologischen Überlegenheit von Waffensystemen erheblich reduziert zuhaben und dadurch eine nivellierte Ausgangslage für sich gegenüberstehende Armeen zu erzeugen. Wenn hochgerüstete und teure Waffensysteme, wie Kampfpanzer und Hubschrauber, durch kostengünstige Drohnen einfach ausgeschaltet werden können, sind billigere Optionen in einem dauernden Abnutzungskrieg die sinnvollere Wahl. Als Konsequenz für den menschlichen Faktor in so einem Konflikt bedeutet dies die Degradierung zu Kanonenfutter im Fleischwolf. Die Zeiten einer begrenzten Intervention westlicher Streitkräfte gegen einen technologisch weit unterlegenen Gegner mit entsprechend geringen Verlusten gehören der Vergangenheit an.

Gerade diese Entwicklung zeigt deutlich die Problematik für eine Politik, die das Wohlergehen und den Fortbestand eines Volkes als zentrales Prinzip anerkennt. Denn durch das sprichwörtliche „Ausbluten“ der Truppen auf dem Schlachtfeld laufen Deutschland und Europa Gefahr, die letzten Reste ihrer ohnehin schon angeschlagenen Volkssubstanz gänzlich zu verspielen. Die Funktionäre und Technokraten der westlichen Nationen warten wohl nur darauf, diese demographische Lücke dann mit weiterer Massenmigration wieder aufzufüllen.

Landesverteidigung

Der grundlegendste Zweck einer Armee ist ihr Einsatz zur Landesverteidigung. In den Massenkriegen der Moderne ist dies effektiv nur mit einer allgemeinen Wehrpflicht möglich. Das die Verteidigung des eigenen Landes grundsätzlich ein richtiges Anliegen ist, ist für die Rechte selbstverständlich. Die Frage muss lauten, ab wann das aufs Spiel setzten des eigenen Lebens im Namen der Landesverteidigung für ein System wie die Bundesrepublik und ein Europa der NATO zu rechtfertigen ist.

In einem politisch anzustrebenden Rahmen der Zukunft würde die angemessene Rüstung und militärische Schlagkraft eines vereinigten Europas jede Bedrohung von außen abschrecken und so den Frieden garantieren. Aber in der gegenwärtigen Situation müssen die Entscheidungen auf Grund der konkreten Lage getroffen werden. Praktisch stellt sich auch die Frage, wie ein Kriegsdienst im konkreten Fall für Oppositionelle überhaupt aussehen würde und ob Aktive mit einem einschlägigen Hintergrund im Verteidigungsfall nicht einfach als „fünfte Kolonne“ interniert werden würden. Natürlich muss auch berücksichtigt werden, in wieweit bei einer möglichen Eskalation überhaupt auch eine Massenmobilisierung stattfinden könnte und ob die Ereignisse nicht über die beträchtliche Dauer solcher Maßnahmen hinweg rollen würden. Daher können nur Grundsätze erwogen werden.

Pazifismus?

Ein Teil der Rechten bemüht als Reaktion auf die Wehrpflicht eine pazifistische und verweigernde Rhetorik. Was zum Teil sicher Zeugnis ehrliche Friedenssehnsucht ist, hat allerdings oft auch einen schalen Beigeschmack. Wenn manche Kommentatoren die Russen als „Befreier“ von der westlichen Fremdherrschaft begrüßen, denen man noch entgegenzukommen habe, ist das schlichtweg dumm und in der Konsequenz Landesverrat. Dem liegt eine naive Einschätzung der russischen, außenpolitischen Strategie zu Grunde und in manchen Fällen auch mutmaßlich ausländische Beeinflussung. Denn wirklicher Frieden kann nicht durch pazifistisches Gebaren oder vorgespielte Harmlosigkeit erreicht werden, sondern nur durch eine robuste und abschreckende Außenwirkung, die das Streben nach politischen Lösungen statt militärischer Eskalation begleitet.

Dennoch sollte aufgrund der oben geschilderten Missstände in der BRD in Bezug auf die Verteidigungsfähigkeit und der zu erwartenden Brutalität in einem modernen Krieg der Gegenwart die Beurteilung nicht leichtfertig gehandhabt werden. Der Kriegsdienst ist nicht zu glorifizieren, obwohl jeder Patriot im Notfall bereit sein muss, sein Volk und seine Heimat zu verteidigen.

Historische Vergleiche zu früheren Epochen sind in den allermeisten Fällen fehl am Platze. Der Kriegsdienst von Patrioten in Systemen, die ebenfalls nicht „rechts“ oder national waren, lässt trotzdem keinen Bezug zur aktuellen Lage in der BRD zu, da dieser Staat sich nahezu historisch einmalig anschickt, das deutsche Volk in seiner Heimat zu ersetzen. Damit finden sich deutsche und europäische Patrioten heute nicht in der Lage etwa der Freikorps nach der Niederlage im ersten Weltkrieg wieder, sondern am ehesten in einer in ihrer Schwere weiter gesteigerten Situation, wie die nationalen Kräfte nach dem 2. Weltkrieg, die durchwegs neutralistisch und Remilitarisierungs-kritisch eingestellt waren. An der Berechtigung dieser Haltung hat sich aufgrund der im Grunde gleichbleibenden Lage der Bundesrepublik, mit Fremdbestimmung und mangelnder Souveränität, nichts verändert.

Es geht um die Substanz

Um einer Eskalation überhaupt zuvorzukommen, sollte die versäumte Aufrüstung der militärischen Kapazitäten zur Abschreckung dringend aufgeholt werden. Auf diese Weise ließe sich im besten Fall der Frieden in Europa weitestgehend bewahren, bis innenpolitische Veränderung möglich geworden sind und darauf aufbauend eine tiefgreifende, europäische Friedensordnung zwischen Ost und West etabliert werden kann. Auch die Maßnahmen der BRD zur Wiederaufrüstung sind hier zum Teil zu begrüßen, da der Aufbau militärischer Strukturen Zeit erfordert, und so nicht erst nach der Wiedergewinnung politischer Souveränität damit begonnen werden kann.

Sollte aber, bevor dieses Ziel erreicht werden kann, eine größere, militärische Auseinandersetzung zwischen den NATO-Staaten und Russland ausbrechen, in dem die bestehenden Militärkapazitäten nicht ausreichen, um den Konflikt zu entscheiden und auch keine Verhandlungslösung in Aussicht steht; Dann kann es bei einer Umwandlung der allgemeinen Wehrpflicht zu einem Kriegsdienst jungen, deutschen Patrioten nicht zugemutet werden, ihr Leben für die bestehenden Zustände in Deutschland zu opfern.

Der schlimmste Fall einer russischen Besatzung, mit allen zu erwartenden Begleiterscheinungen, ist eine schreckliche Vorstellung, aber sollte sie sich tatsächlich verwirklichen, liegt die Schuld daran einzig bei den politischen Verantwortlichen der letzten Jahrzehnte. Die Wehrfähigkeit des deutschen Volkes und seines Staates wurde so gründlich zersetzt, dass falls die noch bestehenden, militärischen Kapazitäten zur Verteidigung nicht ausreichen sollten, eine zusätzliche Massenmobilisierung zum Zweck der Landesverteidigung, die notwendig auch eine Verteidigung der Zustände der BRD sein muss, nicht tragbar ist.

Auch die zu erwartenden Ausschreitungen, wie sie in der Ukraine zu beobachten sind, müssen in sofern relativiert werden, als das im Moment deutsche Menschen bereits von den durch die Einwanderungspolitik der BRD-Führung hereingeholten Massen aus der dritten Welt getötet und misshandelt werden. Tatsächlich wäre die russische Besatzung ein bloßer Wechsel der Modalität der Fremdherrschaft, aber unter deutlich autoritäreren Vorzeichen. Da das deutsche Volk bereits so grundlegend zersetzt und fremd beherrscht wird, käme die Besatzung quasi einem Nullsummenspiel gleich. Dasselbe gilt in unterschiedlicher Form ebenso für die übrigen Völker Europas und die weißen Menschen auf der ganzen Welt.

Ob sich dieses Szenario überhaupt militärisch verhindern ließe, liegt an Entscheidungen, die längst vor Jahren von den politisch Verantwortlichen getroffen wurden. Und noch dazu würde jeder militärische Einsatz den Stand der Missstände der BRD nur noch weiter verfestigen.

Schlimmer als jede militärische Niederlage wäre aber die endgültige Zerstörung der deutschen und europäischen Volkssubstanz in einem Abnutzungskrieg, die es um jeden Preis zu verhindern gilt.