Im Alltag, genauso wie in der Politik, ist ein treffender Sprachgebrauch von großer Bedeutung, da sonst Verwirrung und Unklarheit entstehen. Konkrete Phänomene sollten deshalb immer bei ihrem richtigen Namen genannt werden und nicht, egal in welcher Form, ideologisch verzerrt werden. Daher ist es wichtig zu betonen, dass sowohl die staatlich geduldete und teilweise unterstütze Antifa, sowie auch die vom System propagierte „woke“ Ideologie, ganz klar links und marxistisch ausgerichtet sind, und es sich dabei nicht um „rotlackierte Faschisten“, „Nazis wie die SA“ oder dergleichen handelt.
Bei einigen Parteimitgliedern der AfD und generell bei weltanschaulich und historisch anscheinend weniger Gebildeten sind solche Behauptungen leider häufig zu vernehmen. Der “Nazi“-Anwurf sollte jedoch nicht inflationär gebraucht werden, da so nur das antideutsche Schuldnarrativ gestärkt wird, nach dem alles schlechte auf Hitler und den NS zurückzuführen sei. In der historischen Forschung ist die Einordnung Hitlers als „rechts“ oder „links“ durchaus umstritten, genau wie die Ausrichtung des Faschismus im allgemeinen. Rainer Zitelmann etwa hebt in seiner ideengeschichtlichen Biographie den Anspruch Hitlers hervor, ein Revolutionär gewesen zu sein und bezeichnet den NS als „weder rechts noch links“. Fest steht aber auch, dass der Nationalsozialismus keine Spielart des Kommunismus gewesen ist, da sich dieser aus gänzlich unterschiedlichen geistigen Quellen speiste und völlig andere Ziele verfolgte. Die genauen Details der politischen Positionierung der nationalsozialistischen Bewegung sollten aber den Historikern überlassen werden und haben für die heutige Politik wenig Belang.
Real existierender Kommunismus: Millionenfacher Tod und Elend
Es ist historisch eindeutig beweisbar, dass sozialistische und kommunistische Staaten historisch deutlich größere Zahlen an Todesopfern und weitaus repressivere Staatssysteme vorzuweisen haben, als ihre „rechten“ Pendants. Als Beleg hierfür reicht der Verweis auf das „Schwarzbuch des Kommunismus“ von Courtois et al. aus. Schon allein durch diese Tatsache wird deutlich, dass die reductio ad Hitlerum argumentativ nicht notwendig ist, denn auch auch außerhalb des NS kam es in der Vergangenheit zu Terror, Krieg und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Gemessen an ethischen Wertemaßstäben ist der Kommunismus eine verbrecherische Staatsform, völlig egal, wie er sich zum Nationalsozialismus verhielt.
Bezeichnend ist es in diesem Zusammenhang auch, dass Anhänger des organisierten Linksextremismus sich explizit auf diese Staaten und ihre Theoretiker beziehen. Die gesellschaftliche Akzeptanz durch das mediale Establishment bei solchen direkten Bezugnahmen ist dabei ein Offenbarungseid. So verwundert es nicht, dass sich Linksextreme offen mit Hammer-und-Sichel Symbolen markieren oder als Nachfolgeorganisationen paramilitärischer Strukturen etwa der Weimarer Zeit und ihrer Protagonisten betrachten können, ohne gesellschaftliche Empörung zu erfahren.
Die „Nazi-Keule“ von rechts
Der Versuch, durch oberflächliche Überschneidungen der totalitären Ideologien und Systeme Gemeinsamkeiten zu konstruieren, ist nicht nur historisch unhaltbar, sondern auch politisch unklug. Einer der Gründungsmythen der Bundesrepublik ist die historische einzigartige Schuld der NS- Verbrechen, die seit jeher gegen jede patriotische und „rechte“ Partei oder Bewegung instrumentalisiert wird. Um an dieses Narrativ anknüpfen zu können und so Popularität zu gewinnen, versuchen einige moderate Konservative ihrerseits, ihre linken Gegner mit dem NS in Verbindung zu bringen, etwa durch die Behauptung, Hitler sei ein Kommunist gewesen.
So muss Hitler als Personifikation des ultimativen Bösen bemüht werden, anstelle etwa schlicht und korrekt zu sagen, die Antifa sei kommunistisch, was völlig ausreicht um sie zu diskreditieren. Durch diesen Versuch wird implizit akzeptiert, dass die schlimmsten Verbrechen und Staatsterror immer nur durch den NS oder den Faschismus verübt wurden und so die Massenverbrechen des Kommunismus relativiert. Außerdem wird so die politische Instrumentalisierung der NS-Verbrechen weiter bestärkt, was aber immer auf Rechte und Patrioten zurückfallen wird.
Auch die vom System propagierte Ideologie ist wegen ihrer Übergriffigkeit und teilweise empfindlichen staatlichen Repressionen gegen Dissidenten noch lange kein „Faschismus“. Oftmals scheint die politische Bildung bei einigen Wortführern auf dem Niveau „staatliche Autorität=Nazis“ stehen geblieben zu sein und ignoriert so schlicht die kommunistischen Terrorstaaten. Dagegen ist das gegenwärtige politische System der Bundesrepublik und im Westen zwar zumindest pro forma liberal, aber sowohl die Ursprünge der zersetzenden „woke“-Ideologie als auch die unmittelbaren Akteure des Widerstands gegen die patriotische Opposition, wie die Antifa, sind offen linksextrem und marxistisch orientiert.
Anstelle von geschichtsklitternden Boomerparolen ist es an der Zeit auszusprechen, wie es wirklich ist: Der Kommunismus ist eine Verbrecherideologie und seine Anhänger sind Feinde der patriotischen Bewegung.