Das Ziel der Politik aus patriotischer Sicht sollte es sein, die Interessen eines jeweiligen Volkes bestmöglich zu vertreten und sein Gemeinwohl zu fördern. Um die Interessen eines politisch formierten Volkes zu vertreten, hat sich in der Moderne die staatliche Organisationsform des Nationalstaats herausgebildet und historisch bewährt. Aber durch die geopolitischen Machtverschiebungen nach dem letzten Weltkrieg finden sich Patrioten in ganz Europa heute in der misslichen Lage wieder, dass der einzelne Nationalstaat den Herausforderungen der Gegenwart nicht mehr gewachsen ist. Deshalb erfordert die gegenwärtige politische Lage die Vereinigung aller weißen Völker Europas in einen gemeinsamen Staat, um fortbestehen und erblühen zu können.
Das Zeitalter des europäischen Nationalismus
In der Vergangenheit, in der die weltpolitische Lage noch keine Kräftekonzentration bei den Großmächten Amerika, China und zum Teil Russland kannte, waren innereuropäische Machtkämpfe aus dem politischem Kalkül der jeweilig Staaten noch durchaus berechtigt. Der Krieg verursachte zwar Leid und Elend, war aber besonders seit der Neuzeit als Fortführung der Politik mit anderen Mitteln als machtpolitisches Instrument ein probates Mittel, die eigenen Interessen zu vertreten. An große, zwischenstaatliche Kriege ist aber heute aufgrund des rüstungstechnischen Fortschritts und der nuklearen Rüstung zum Glück nicht mehr zu denken. Doch auch nationalstaatliche Alleingänge sind heute in der Außenpolitik keine gangbare Option mehr. In der Gegenwart könnte selbst eine an Wirtschaftskraft und Bevölkerungsgröße gemessene Macht wie das wiedervereinigte Deutschland, auch eingedenk seiner potentiellen Kapazitäten in einer nicht fehlregierten Lage, nicht darauf hoffen, in der Welt seine Interessen erfolgreich wahrzunehmen, ohne dem Einfluss der Großmächte in Ost und West zu erliegen.
Europäische Einigkeit
Die europäische Geschichte kennt durchaus wiederkehrende Momente von gemeinsamen Zusammenschlüssen unterschiedlicher Völker, meistens aus der Not heraus in einem Abwehrkampf gegen fremde Invasoren. Historische Beispiele sind beispielsweise die Seeschlacht von Lepanto 1571 n. Chr., die Kreuzzüge, oder der gemeinsame Kampf gegen den Kommunismus im 20. Jhdt. Diese Vereinigungen waren aber nicht von Dauer und zerfielen mit dem Abflauen der äußeren Bedrohungen wieder. Auch gab es in der Form von verschiedenen Reichen mehrere Staaten, wie dem heiligen römischen Reich, dem frühen Frankenreich, Burgund oder Preußen, die aus verschiedenen, europäischen Völkerschaften bestanden. Häufiger sind aber in der europäischen Geschichte tatsächlich die Kämpfe von Völkern und Staaten untereinander.
Nach der großen Katastrophe der beiden Weltkriege verfügen die europäischen Völker aber nicht mehr über ein demographisches Potential, um sich in weiteren Bruderkriegen gegenseitig zu verschleißen oder über die wirtschaftliche und militärische Macht, sich den globalen Machtblöcken einzeln zu stellen. Deshalb können sich die weißen Völker Europas nur gemeinsam gegen die Einflussnahme von außerhalb wehren und ihre Interesse vertreten. Diese Schlussfolgerungen aus dem Ergebnis des zweiten Weltkriegs zog auch der britische Politiker Sir Oswald Mosley und mit ihm viele weitere überlebende Akteure des Krieges. Mosley verfasste über diese Zielsetzung auch seine Programmschrift „Ich Glaube an Europa“, die 1962 auf deutsch erschien.
Gründe für die Einheit
Doch nicht nur aus machtpolitischem Kalkül ist die staatliche Vereinigung Europas erstrebenswert. Die Europäischen Völker sind eng miteinander verwandt, da sie historisch aus denselben Völkergruppen heraus gewachsen sind und mit dem Christentum und der genuin europäischen Kultur über ein gemeinsames kulturelles Erbe verfügen. Dies ist besonders im Norden und im Westen des Kontinents der Fall. Eine staatliche Vereinigung müsste die jeweiligen Nationalidentitäten und kulturellen Besonderheiten der einzelnen Völker deshalb aber unbedingt bewahren. Sonst wäre sie auch weder erstrebenswert, noch langfristig durchführbar. Aber die staatliche Vereinigung und die Abgrenzung gegen außereuropäische Fremdmächte verspräche wegen der engeren Bindung der Völker untereinander und dem daraus verstärkten, kulturellen Austausch das Wiederaufblühen der Kultur in einer erneuten, europäischen Renaissance. Deshalb müsste eine zukünftige Nation Europa auch gänzlich anders gedacht werden, als der bürokratische und zentralistische Moloch EU.
Im Norden und Westen Europas konzentriert sich die wirtschaftliche Macht des Kontinents. Aus diesem Grund wären die Länder dieser Regionen für die praktische Umsetzung der Vereinigung Europas besonders wichtig. Im besten Fall würde der zukünftige, europäische Staat mindestens aus Deutschland als natürliche Zentralmacht, den Beneluxländern, Skandinavien, den baltischen Staaten, Frankreich und Italien bestehen. Über dieses Minimalprogramm hinaus könnten die übrigen Länder mit der Zeit von alleine an die geographisch und kulturell verwandten Nachbarn angezogen und gebunden werden. Der Zuwachs von Mitgliederstaaten der Europäischen Union kann hier als historische Orientierung dienen.
Die genauen Details einer staatlichen Vereinigung lassen sich aber nicht am Reißbrett bis ins kleinste Detail vorausplanen, sondern müssten sich organisch aus der vorgefundenen Lage ergeben. Die wichtigsten Eckpfeiler einer National-europäischen Politik sollten aber eine einheitliche Regierung, die nach außen die Interessen Europas in der Welt vertritt und nach innen die Belange der verschiedenen Völker untereinander gerecht wahrnimmt, sowie ein gemeinsamer Wirtschaftsraum sein, der die Versorgung mit Rohstoffen der gesamteuropäischen Wirtschaft sichert und falls nötig, über geringfügige und wohlbedachte staatliche Eingriffe ein soziales und einvernehmliches Wirtschaften ermöglicht.
Staatsform der Nation Europa
Effektive und zielstrebige Handlungsfähigkeit bei der staatlichen Lenkung eines Machtblock von der Größe eines vereinigten Europas könnte nur durch eine gemeinsame Regierung ermöglicht werden. Jede Stufe unterhalb der Nation Europa, wie etwa ein Europa der Vaterländer, wäre zu leicht zu lähmen und könnte keine probate Lösung für das Problem der derzeitige Machtlosigkeit der Europäischen Völker darstellen. Natürlich würde die politische Aufgabe der Lenkung eines solchen Machtfaktors auch höchst kompetente Politiker erfordern, die im gesamten europäischen Raum Rückhalt finden müssten. Die Bildungs- und Kulturpolitik sollte jedoch weiterhin in der Hand der jeweiligen Länder bleiben. Die Verteidigung Europas könnte durch eine enge Kooperation der nationalen Streitkräfte untereinander und mit zumindest in Teilen vereinigten Truppenteilen gewährleistet werden, etwa nach dem Vorbild der deutsch-französischen Brigade. Eine nukleare Rüstung als Abschreckung und so zum Garant des Friedens wäre obligatorisch.
Um auch chauvinistisch veranlagte Nationalisten von der Wichtigkeit der staatlichen Vereinigung überzeugen zu können, sollte das gemeinsame historische Erbe Europa als kulturelle Leistung und verbindendes Band ebenso betont werden, genauso wie die nationale Partikularität, die auf keinem Fall einem kulturellen Vereinheitlichungsstreben zum Opfer fallen dürfte. In einer Nation Europa wäre der Deutsche weiterhin Deutscher, der Franzose weiterhin Franzose und der Italiener weiterhin Italiener. Aber gerade der Erhalt dieser nationalen Eigenart im globalen, politischen Rahmen erfordert heute die Nation Europa, um sich machtpolitisch in der Welt behaupten zu können.