„Die erhabene Sprache der Natur, die Töne der bedürftigen Menschheit lernt nur der Wanderer kennen.“

Goethe

Schon langsam lassen sich die ersten Anzeichen des erwachenden Frühlings erkennen. Es wird wieder wärmer, die Tage werden länger und einige Büsche und Bäume beginnen bereits zu blühen. Dieses angenehme Wetter besonders in den Frühlings- und Sommermonaten macht nicht nur Lust darauf, wieder mehr Zeit an der frischen Luft zu verbringen, sondern lädt auch zu einer zu Recht in der deutschen Bevölkerung sowie der patriotischen Opposition weit verbreiteten Freizeitbeschäftigung ein, nämlich dem Wandern.

Das Wandern ist nicht nur eine Form der körperlichen Betätigung und des Sports, der sich sowohl allein als auch in der Gruppe betreiben lässt, sondern bietet darüber hinaus noch zahlreiche weitere Vorteile, die für sich sprechen. Beim Wandern lernt man seine Heimat kennen, genauso wie auf größeren Reisen das Ausland. Im Gegensatz zu oberflächlichen Besuchen der Touristenhotspots in den überlaufenden Metropolen lässt sich durch das Er-wandern jenseits der ausgetretenen Pfade ein viel authentischerer Eindruck der jeweiligen Region gewinnen. Diese Er-fahrung der Landschaft und ihr naturnahes Erleben erweitert den Horizont und hinterlässt weitaus tiefere Spuren, als ein bloßer touristischer Kurztrip. Nicht Umsonst spricht man bei besonders kundigen und gebildeten Menschen davon, sie seien be-wandert.

Die körperliche Beanspruchung des Wanderns hält fit und entspannt gleichzeitig den Geist und die Seele. In der Natur finden sich Ruhe und Frieden und in dieser Abgeschiedenheit können auch Probleme gründlich überdacht werden. Häufig lösen sich solche „mitgebrachten“ Probleme aber auch von ganz allein, dadurch das bei einer Wanderung die nötige Distanz und neue Perspektiven gewonnen werden. Während des intensiven Naturerlebens und dem nach einer gewissen Zeit der Anstrengung einsetzenden „Abschaltens“ des Verstandes ordnen sich die Gedanken im Hintergrund und entlasten so von Grübelei und Zweifeln.

Neben der puren, sinnlichen Freude an dem Natur-Erleben mit frischer, chlorophylschwangerer Luft, Sonnenschein, Vogelzwitschern und dem Anblick von Bäumen, Feldern, Bergen und Seen, ermöglicht das Wandern auch eine meditative Erfahrung des Eins-Seins mit der Natur und Schöpfung, sowie ein ästhetisches Erlebnis durch das Anschauen der Natur in all ihren Facetten. Das Wandern während der verschiedenen Jahreszeiten erinnert an das Erblühen und Vergehen allen organischen Lebens und so auch an die eigene Vergänglichkeit. Damit ist das Wandern nicht nur eine bloße Freizeitaktivität zum Zeitvertreib, sondern ermöglicht ein Vordringen zu den Urgründen des menschlichen Daseins.

Die Planung einer Route, das eigenständige Setzten und Erreichen von Wanderzielen und die Kalkulation der mitgebrachten Ausrüstungsgegenstände stellt aber auch eine Herausforderung dar. Sich immer neue Ziele zu setzten, neue und längere Routen zu bewältigen und vielleicht auch mit Stempeln oder kleinen Schildern und Anstecknadeln belohnt zu werden, bedient das Streben nach Höherem und spornt zu immer neuen Herausforderungen an. Für die Planung der Wanderroute gibt es heutzutage auch einige nützliche tools und Anwendungen, wie die App komoot oder touristische Auskünfte und Angebote der jeweiligen Regionen. Wandern kostet dabei auch nicht viel Geld, außer der preislich beliebig skalierbaren Wanderausrüstung und den Reisekosten ist die Natur frei für jeden zu betreten. Beides lässt sich aber schon mit ganz geringen Mitteln stemmen, Schuhe besitzt jeder und selbst das Erwandern der unmittelbaren Umgebung ist bereits ein lohnenswertes Unterfangen und fördert ganz neue Blickwinkel auf die eigene Heimat zutage.

In der Natur hat der Einzelne auch wenig Kontakt mit den Übeln der Gegenwart wie Überfremdung und der hässlichen Architektur der meisten Großstädte. So ist Wandern nicht nur ein bewährter Ausgleich zu Beruf und Alltag, sondern auch zum politischem Tagesgeschäft. Glücklicherweise ist deshalb das Wandern in der deutschen Bevölkerung immer noch eine weit verbreitete Freizeitaktivität. Leider sind aber auf den Wanderstrecken zumeist vor allem ältere Semester anzutreffen. Deshalb ist es ein wichtiges Anliegen, vermehrt auch jüngere Menschen weg von Couch und Computer und in die Natur zu bekommen. In der Vergangenheit wurden Wanderungen oder auch längere Fahrten ins Ausland für junge Menschen von einer Vielzahl verschiedener Organisationen betrieben, heute gibt es hier noch besonders die Pfadfinder. Aber wie bei so vielen an die Jugend gerichteten Gruppen sind auch diese leider oft linksdrehend. Deshalb ist es eine gute Entwicklung, dass patriotische Strukturen wie die JA oder die IB dieses Feld auch mit pro-deutschen Inhalten besetzten.

,