Migranten in der AfD, oder: Ausländer für Deutschland

Ein wiederkehrendes Thema in der strategischen Ausrichtung der AfD ist die Frage nach dem Umgang mit dem mit der zunehmende Überfremdung der Bundesrepublik einhergehenden Einbringen von Migranten in die Politik. Meistens finden sich Migranten in den Altparteien und hier besonders bei den Grünen und in der SPD wieder, da hier ihre ethnischen Partikularinteressen in Form von verringerten Einreisehürden und größerem Zugriff auf politische und finanzielle Ressourcen am offensivsten Vertreten werden. Einige Migranten nehmen aber auch Anteil am politischen Geschehen und bringen sich in der AfD und ihrem Vorfeld ein. Da das politische Alleinstellungsmerkmal der AfD aber der Anspruch ist, die Interessen des Deutschen Volkes zuerst zu vertreten, stellt sich die Frage, wie die Partei mit dieser Situation umgehen sollte.

Diese Frage ist deshalb von besonderer und grundsätzlicher Bedeutung, weil mit ihr auch das heikle Thema der Volkszugehörigkeit berührt wird. In der gegenwärtigen Rechtsprechung der BRD wird die Verwendung des ethnischer Volksbegriffs kriminalisiert, obwohl noch bis zum Ende der 90er Jahre die Staatsbürgerschaft qua Abstammung über das ius sanguinis der Blutsverwandtschaft und nicht über das ius soli der Anwohnerschaft in den Grenzen eines Staates definiert wurde. Aber Kultur und Staatsbürgerschaft sind verschiedene Größen und die nationale Kultur ist ein hohes Gut, das es für jedes Volk der Welt im Rahmen eines ethnopluralistischen Universalismus zu bewahren gilt. Deshalb ist es ein Teil des Minimalkonsens der patriotischen Bewegung, die staatlich betriebene Überfremdungspolitik wieder umzukehren und den Deutschen Nationalstaat als staatliche Repräsentation des Deutschen Volkes anzuwenden, anstelle der antideutschen Zerstörungspolitik des gegenwärtigen Systems. Diese Tatsache tangiert politisch involvierte Migranten natürlich persönlich. In einem nationalen Deutschland der Zukunft wären zwar immer noch Zuwanderer in Deutschland heimisch, aber zum Einen deutlich weniger als in der Gegenwart und zum Anderen durchwegs deutlich besser integriert.

Dagegen ist eine wiederkehrende Strategie mancher Teile der Partei und ihrer Führung, das gezielte Hervorstellen von „Quotenmigranten“ um dem routinemäßigen Rassismusvorwurf der Presse und Altparteien zu begegnen und ihn so zu entkräften. Aber die Anbiederung an den herrschenden Meinungsmainstream wird von diesem nicht mit erwidert und suggeriert dem Wahlvolk gleichzeitig eigene Schwäche. Außerdem wird durch Aufweichen der Kernforderung nach Remigration und deutscher Leitkultur auch die Kernwählerschaft der Partei nicht angesprochen, sondern eher entfremdet, da es sich bei ihnen mehrheitlich um erwachsene, weiße Männer im Berufsleben handelt, die wenig Verständnis für Minderheitenpolitik oder die Befindlichkeiten der Multikulti-Linken aufbringen.

Grundsätzlich ist die Möglichkeit für politischen Einsatz von Migranten in der AfD aber kein Problem, besonders wenn es sich um europäische Migranten handelt, die aufgrund ihrer engen kulturellen Verwandtschaft zum Deutschen Volk mühelos integriert werden können. Eine Besonderheit bilden aber migrantische Konservative, die den Islam kritisieren, aber nicht die ethnische Überfremdung ansprechen. Manche Personen tun dies besonders in Kombination mit einer gleichzeitigen Affinität zum Staat Israel und dem jüdischen Glauben, der sich naturgemäß aufgrund des Nahostkonflikts mit dem Islam in einer Konfrontationsstellung befindet. Diese Positionen sind aber abzulehnen, da hier unnötigerweise Stellung zu einem Konflikt bezogen wird, der mit den Deutschen Interessen nichts zu tun hat und gleichzeitig die Kernforderung nach Remigration aufgeweicht wird und mit dem Scheinproblem der Islamisierung vertauscht wird.

Das Beibehalten der Remigrationsforderung und einer Deutschland-Zuerst-Politik sollten aber als natürlicher Kontrollmechanismus dafür sorgen, dass sich nur solche Migranten auch tatsächlich in der AfD einbringen, die mit diesen Forderungen auch einverstandenen sind. Diese Forderung darf aber auch nicht in der Vergeblichen Hoffnung aufgeweicht werden, um das wachsende migrantische Wählerklientel anzusprechen, etwa in der Form eines rein auf Tradition und die Ablehnung der westlichen Werte gründenden Konservatismus oder eines sogenannten third worldism. Nicht nur sind die meisten Migranten in der Bundesrepublik weniger politisch involviert und organisiert, als wie das beispielsweise in den Vereinigten Staaten der Fall ist und an machtvollen Organisationen wie BLM oder AIPAC erkennbar ist. Eine Öffnung für migrantische Interessenvertretung böte also auch kein besonders großes, abschöpfbares Potential. Das Aufgegeben der Kernforderung würden nämlich auch nicht nur wie oben beschreiben den Wahlerfolg bei dem oppositionellen Kernwählerklientel erheblich mindern, sondern auch den eigentlichen Sinn der Partei in Frage stellen, nämlich das Erreichen des patriotischen Minimalkonsens in Form des Erhalts der ethnokulturellen Identität des Deutschen Volkes.

Realistischerweise muss entsprechend auch mit einer sehr geringen Unterstützung durch die migrantische Bevölkerung gerechnet werden, da es aus ihrer Interessenlage heraus auch widersinnig wäre, den status quo der BRD gegen die Vorstellungen der patriotischen Opposition zu vertauschen, auch wenn es einige wenige Ausnahmen gibt. Diese geringe Unterstützung ist allerdings insofern kein Problem, da im Deutschen Volk noch genug widerständiges Potential für die erfolgreiche, patriotische Wende vorhanden ist.