Junge Alternative im Kreistag

Interview mit Anton Jeschke, Kreistagsabgeordneter im Kreis Segeberg und stellvertretender Landesvorsitzender der JA Schleswig-Holstein.

Moin Anton, sag doch erstmal etwas über dich selbst.

Moin, mein Name ist Anton Jeschke, 26 Jahre alt, gelernter Bankkaufmann.

Wie lange bist du schon in der Jungen Alternative aktiv?

Seit Sommer 2020. Seit letztem Jahr bin ich auch stellvertretender Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein.

Und seit wann sitzt du für die AfD im Kreistag von Segeberg?

Seit Mai 2023.

Was hat dich dazu bewogen, dich als Jungabgeordneter einzubringen?

Ich bin seit Langem der Auffassung, dass sich etwas drastisch in diesem Land ändern muss. Seit frühester Jugend bin ich kritisch gegenüber den Mainstreammedien und dem Altparteienblock eingestellt. Bereits in der Schulzeit bin ich öfters mit meiner Meinung angeeckt, doch habe mich nicht verbiegen lassen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo ich mich im Kleinen auch persönlich einbringen kann. Es ist wichtig, dass kommunale Ämter von pro-deutschen Kräften besetzt werden, nur so können wir etwas in diesem Land bewegen. Schritt für Schritt.

Wie waren die Reaktionen deiner Kreistageskollegen aus den Altparteien?

Darauf gab es keine erkennbaren Reaktionen. Tatsächlich hat mich das relativ friedliche Miteinander mit den anderen Parteien ziemlich überrascht. Auf Kreisebene wird von den Altparteien nicht so stark gegen uns gepöbelt wie auf Landes- oder Bundesebene, liegt wahrscheinlich auch an der geringeren, medialen Beachtung.

Und wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit deinen Parteikollegen?

Sehr gut. Wir sind ein eingeschweißtes Team, was füreinander einsteht. Wenn ich Fragen habe bekomme ich immer Unterstützung von den alten Hasen.

Wie genau sieht deine Arbeit aus? Wie viel Zeit musst du pro Woche für deine Pflichten als Abgeordneter aufwenden?

Als Abgeordneter bin ich meinem Gewissen gegenüber verpflichtet. Der Arbeitsaufwand ist relativ überschaubar, das kann man in Stunden pro Woche nicht ausdrücken, mal mehr mal weniger. Die Arbeit besteht meistens daraus sich auf Sitzungen vorzubereiten und im Sinne des Wählers über Anträge abzustimmen.

Gab es schon irgendwelche besonderen Ereignisse? Es gibt ja bestimmt Personen, denen die Anwesenheit von AfD-Abgeordneten nicht besonders gut gefällt.

Nicht wirklich. Ab und zu kommt mal eine von den üblichen Sticheleien, wenn ein Altparteienpolitiker eine Rede hält, allerdings ist das um ein Vielfaches harmloser als auf Landes- oder Bundesebene, wie bereits erwähnt.

Konntet ihr im Kreistag schon irgendwelche Anträge erfolgreich durchbringen? Gab es dabei auch vorsichtige Kooperation, oder mauern die übrigen Abgeordneten konsequent?

Anträge leider noch nicht. Jedoch haben die meisten Abgeordneten meinen Parteikollegen Julian Flak zum Vorsitzenden des Bauausschusses gewählt. In vielen Nachbarkreisen wurden unserer Partei die Vorsitzpositionen verwehrt. Natürlich kann man keine Abgeordneten zu einer Wahlentscheidung zwingen, sie sind nur ihrem Gewissen verpflichtet, jedoch ist es parlamentarische Tradition, dass jede Fraktion je nach Stimmenanteil einen Vorsitz für einen Ausschuss vorschlägt und dieser dann von den anderen Fraktionen mitgewählt wird. Aber, dass Altparteien nicht viel von Traditionen halten, ist ja offenkundig.

Wie schätzt du die politische Entwicklung in Schleswig Holstein und besonders im Kreis Segeberg ein? Geht es nach dem Debakel der letzten Landtagswahl wieder aufwärts?

Ich bin hoffnungsloser Optimist. Sonst würde ich mir den Kram nicht antun. Vor 10 Jahren sah die Lage noch durchaus finsterer aus für Deutschland, auch wenn der Wohlstand augenscheinlich noch nicht so bedroht war. Hätten wir auf Bundesebene 2013 oder 2017 eine AfD-Regierung bekommen, hätten wir viele der heutigen, aktuellen Probleme verhindern können, jedoch lernen die meisten Leute erst durch persönlich erfahrenes Leid. Immer mehr Menschen durchschauen das Spiel der Medien und Altparteien, welches wir schon seit Jahren kritisieren. In der Jungen Alternative Schleswig-Holstein konnten wir im letzten Jahr unsere Mitgliederzahl nahezu verdreifachen, Tendenz weiter steigend. Das ist auch den drei neugegründeten Regionalverbänden zu verdanken, die uns im Landesvorstand viel Arbeit von den Schultern nehmen. Wir haben ja auch gute Werbung von der Mainstreampresse für unsere Sportveranstaltungen bekommen, ich bekomme immer noch ein Schmunzeln auf den Lippen, wenn ich an die reißerischen Überschriften denke. Die Mutterpartei ist zwar aus dem Landtag geflogen, allerdings erodiert das Vertrauen in die Altparteien bei vielen Bürgern und gerade auch bei den Bauern, die traditionell die politische Landschaft in SH tief schwarz gefärbt hatten, auf Grund der aktuellen Lage. Wir werden definitiv wieder kommen und das stärker als je zu vor. Gut Ding will Weile haben. Wir müssen uns noch etwas in Geduld üben.

Möchtest du an dieser Stelle noch selber irgendwas sagen?

Wir merken, dass die Schläge gegen uns immer härter werden. Das heißt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Sich gegen das Unrecht einzusetzen, was unserem Volk auf täglicher Basis widerfährt, empfinde ich als die größte Ehre die man in dieser Zeit erringen kann.

Ich möchte das Interview mit einem Zitat von Friedrich dem Großen beenden:

„Ein Staatsoberhaupt, welches sein Volk nicht liebt, für selbiges nicht kämpft und sein Wohl nicht im Sinn hat, ist weniger wert als ein Pferdeapfel.“

Ich bedanke mich für das Interview und wünsche noch viel Erfolg!

Vielen Dank für die Antworten und alles Gute im Kreistag!

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