Ethnopluralismus, oder: Das nationalstaatliche Ordnungsprinzip

„Völker sind Gedanken Gottes“

Johann Gottfried Herder

Warum sind das Volk und die Nation Größen von politischem Wert? Das europäische Humanitäts- und Moralideal erfordert eine moralische Universalität außerhalb von aggressivem Chauvinismus und plumpem wir-gegen-die.

Phänomenologisch betrachtet ist jeder Mensch organisch in seinem Volkstum verwurzelt. Durch diese Verwurzelung wird auch seine jeweilige kulturelle Eigenart bedingt. So sind auf Gruppenebene Völker und Kulturen die konkrete Beschaffenheit des Menschen, im Gegensatz zur abstrakten Fiktion eines generischen Einzelmenschen und einer Menschheit als Summe solcher Individuen. In dieser kulturellen Unterscheidung ist aber keine Wertung mit inbegriffen, da Werte mit abstraktem Absolutheitsanspruch ebenso eine Fiktion sind, wie das egalitaristische Menschenbild. Alle menschlichen Wertvorstellungen entspringen dieser kulturellen Verwurzelung und sind deshalb relativ, obwohl es durch sich überschneidende Vorstellungen viele allgemeingültige Werte gibt. Auch können durch die Übernahme der Kultur Menschen bis zu einem gewissen Grad integriert werden.

Organische Verwurzelung des Menschen

Entsprechend seiner kulturellen Verwurzelung sind die Lebensart und Lebensgestaltung des Menschen verschieden. Sprache, Gebräuche und Wertvorstellungen variieren, in anderen Ländern herrschen andere Sitten. Authentische Lebensführung bedeutet aber den Ausdruck der eigenen Kultur. Deshalb bewirken enge kulturelle Verwandtschaft und relative Homogenität innerhalb der Bevölkerung eines Staates ein harmonisches Zusammenleben, da die jeweiligen konkreten Kulturpraktiken nicht in Konflikt mit einander geraten. So führt eine relative, kulturelle Homogenität aufgrund gegenseitiger Kompatibilität zu widerspruchsarmer Lebensgestaltung im Alltag. Im Gegensatz dazu produziert die multikulturelle Gesellschaft Konflikte am laufenden Band, die von Sprachbarrieren über unterschiedliche Ansichten zur Rolle der Frau bis hin zu Mord und Totschlag reichen.

Um dieser Entwicklung in Deutschland und Europa entgegenzuwirken, muss eine Rückführung von straffälligen und nicht integrierbaren Migranten erfolgen. Die demographische Lücke kann durch über pro-natalistische Anreize geförderten eigenen Nachwuchs geschlossen werden. Und zukünftige Einwanderer dürfen ein gewisses Größenkontingent nicht überschreiten und haben sich an die jeweilige Leitkultur anzupassen.

Die Nation als natürliche Gemeinschaftsform

In Anbetracht dieser Faktoren bildet die Nation die natürliche Gemeinschaftsform des Menschen. Soziologische Untersuchungen beweisen, dass Kooperation und Solidarität in kulturell relativ homogenen Gemeinschaften im Gegensatz zu multikulturellen Gesellschaften weit stärker ausgeprägt sind. Der Vertrauensvorschuss durch ähnliche Verhaltensweisen und Überzeugungen sowie die Identifikation mit der Nation erzeugen Harmonie und ein Gemeinschafts- sowie Heimatgefühl.

Der Nationalstaat ist daher anthropologisch das dem Menschen angemessene Staatsmodell für alle Völker der Welt, sozusagen ein internationaler Nationalismus. Die Vielfalt der Kulturen kann so in einem angemessene Rahmen aufblühen und gedeihen. Selbstverständlich hat aber weiterhin jedes Volk das moralische Recht, seine Eigeninteressen zu vertreten, wenn auch möglichst diplomatisch und in friedlicher Koexistenz. Die Nation ist für alle Völker der Welt ein Menschenrecht.

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